Warum die richtige Verpackung heute mehr können muss, als ein Produkt sicher von A nach B zu bringen
Verpackungen waren lange vor allem eines: Mittel zum Zweck. Karton auswählen, Ware einpacken, verschließen und versenden. Doch diese Sichtweise verändert sich. Steigende Material- und Logistikkosten, wachsende Nachhaltigkeitsanforderungen und neue regulatorische Vorgaben sorgen dafür, dass Unternehmen ihre Verpackungen zunehmend genauer unter die Lupe nehmen.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur:
„Welche Verpackung brauche ich?“
Sondern:
„Welche Verpackung ist für mein Produkt und meinen Versandprozess wirklich optimal?“
Genau hier beginnt der Wandel vom Verpackungsverkauf zur Verpackungsoptimierung.
Warum Verpackungsoptimierung immer wichtiger wird
Eine Verpackung beeinflusst wesentlich mehr als nur den Schutz eines Produkts. Ihre Größe, ihr Gewicht und das verwendete Material wirken sich auf zahlreiche Bereiche aus:
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Materialverbrauch
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benötigtes Füllmaterial
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Lagerfläche
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Packaufwand
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Transportvolumen
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Versandkosten
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Produktschutz
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Recyclingfähigkeit
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Kundenerlebnis
Schon kleine Veränderungen können deshalb große Auswirkungen haben.
Ein typisches Beispiel: Wird für ein kleines Produkt ein deutlich zu großer Versandkarton verwendet, entstehen gleich mehrere Nachteile. Es wird mehr Karton benötigt, zusätzlicher Leerraum muss gefüllt werden und das Paket beansprucht mehr Platz beim Transport.
Die vermeintlich einfache Entscheidung für einen Karton wird damit zu einer wirtschaftlichen Optimierungsfrage.
Right-Sizing: So groß wie nötig, so klein wie möglich
Ein wichtiger Ansatz der Verpackungsoptimierung ist das sogenannte Right-Sizing.
Das Prinzip ist einfach: Die Verpackung wird möglichst genau auf das zu versendende Produkt abgestimmt.
Statt wenige Standardkartons für sehr unterschiedliche Produkte zu verwenden, lohnt es sich zu prüfen, welche Verpackungsgrößen tatsächlich benötigt werden.
Eine passend dimensionierte Verpackung kann dazu beitragen,
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den Materialverbrauch zu reduzieren,
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weniger Füllmaterial einzusetzen,
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das Versandvolumen zu verringern,
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Lager- und Logistikprozesse zu verbessern
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und Produkte trotzdem zuverlässig zu schützen.
Dabei bedeutet Verpackungsoptimierung ausdrücklich nicht, einfach möglichst wenig Material einzusetzen. Eine zu schwache oder zu kleine Verpackung kann Transportschäden verursachen – und beschädigte Produkte, Retouren und Ersatzlieferungen verursachen ebenfalls Kosten und Ressourcenverbrauch.
Die beste Verpackung ist daher nicht die kleinste, sondern die passendste.
Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gehören zusammen
Nachhaltigere Verpackungen werden häufig zunächst mit höheren Kosten verbunden. Verpackungsoptimierung zeigt jedoch, dass sich ökologische und wirtschaftliche Ziele nicht zwangsläufig widersprechen.
Wird beispielsweise ein Karton kleiner dimensioniert, kann dies gleichzeitig den Materialeinsatz und das Transportvolumen reduzieren.
Wird unnötiges Füllmaterial vermieden, sinken Materialverbrauch und Packaufwand.
Und wenn eine Verpackung besser auf das Produkt abgestimmt ist, kann ein verbesserter Produktschutz dazu beitragen, Schäden und Retouren zu reduzieren.
Aus Nachhaltigkeit wird damit zunehmend eine Frage der Prozesseffizienz.
Auch die Verpackungsregulierung verändert sich
Zusätzlichen Handlungsdruck erzeugen neue regulatorische Anforderungen. Mit der europäischen Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) rücken unter anderem Verpackungsvermeidung, Recyclingfähigkeit, Rezyklateinsatz und Wiederverwendung stärker in den Mittelpunkt.
Für Unternehmen bedeutet das: Die Eigenschaften einer Verpackung werden künftig noch wichtiger.
Welche Materialien werden verwendet? Wie viel Verpackung ist tatsächlich notwendig? Wie recyclingfähig ist die Verpackung? Gibt es unnötige Komponenten oder Leerraum?
Unternehmen sollten sich mit diesen Fragen nicht erst beschäftigen, wenn einzelne Vorgaben verpflichtend werden.
Eine frühzeitige Optimierung des eigenen Verpackungssortiments kann dabei helfen, sich auf die kommenden Anforderungen vorzubereiten und gleichzeitig wirtschaftliche Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Verpackungsoptimierung beginnt mit den richtigen Fragen
Nicht jedes Unternehmen benötigt eine vollständig neue Verpackungslösung. Häufig reicht bereits eine strukturierte Analyse des bestehenden Verpackungssortiments.
Dabei können beispielsweise folgende Fragen helfen:
Passt die Verpackungsgröße zum Produkt?
Zu große Verpackungen verursachen unnötigen Materialverbrauch und Leerraum.
Ist das verwendete Material angemessen?
Nicht jedes Produkt benötigt die gleiche Materialstärke oder Schutzwirkung.
Wie viel Füllmaterial wird benötigt?
Ein hoher Verbrauch kann ein Hinweis darauf sein, dass die eigentliche Versandverpackung zu groß gewählt wurde.
Wie viele unterschiedliche Verpackungen sind im Einsatz?
Zu viele Varianten erhöhen die Komplexität in Einkauf und Lager. Zu wenige Größen können wiederum zu unnötigem Leerraum führen.
Wie gut lässt sich die Verpackung verarbeiten?
Auch Aufbau, Befüllung und Verschluss beeinflussen die Kosten eines Verpackungsprozesses.
Wie recyclingfähig ist die Lösung?
Materialkombinationen und zusätzliche Verpackungskomponenten sollten kritisch hinterfragt werden.
Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren zeigt, welche Verpackung tatsächlich optimal ist.
Vom einzelnen Karton zum gesamten Verpackungsprozess
Besonders interessant wird Verpackungsoptimierung, wenn nicht nur der Einkaufspreis eines einzelnen Kartons betrachtet wird.
Ein Karton, der wenige Cent günstiger ist, muss insgesamt nicht die günstigere Lösung sein.
Benötigt er beispielsweise mehr Füllmaterial, braucht mehr Lagerplatz oder verlängert den Packprozess, können die Gesamtkosten höher ausfallen.
Deshalb lohnt sich eine ganzheitlichere Betrachtung:
Verpackungskosten + Füllmaterial + Packaufwand + Lagerung + Transport + mögliche Schäden und Retouren.
Erst daraus ergeben sich die tatsächlichen Kosten einer Verpackungslösung.
Die Verpackung der Zukunft ist eine optimierte Verpackung
Der Verpackungsmarkt befindet sich im Wandel. Unternehmen müssen Kosten kontrollieren, ihre Prozesse effizient gestalten und gleichzeitig steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Recyclingfähigkeit berücksichtigen.
Damit verändert sich auch die Rolle eines Verpackungspartners.
Es geht nicht mehr ausschließlich darum, möglichst viele Kartons, Versandtaschen oder Füllmaterialien anzubieten.
Es geht darum, gemeinsam die richtige Lösung zu finden.
Bei Packando möchten wir Unternehmen dabei unterstützen, Verpackungen nicht einfach nur einzukaufen, sondern bewusst auszuwählen: passend zum Produkt, zum Versandprozess und zu den individuellen Anforderungen.
Denn manchmal liegt die größte Einsparung nicht darin, eine Verpackung günstiger einzukaufen.
Sondern darin, die bessere Verpackung zu verwenden.