1-wellig oder 2-wellig? So findest du den richtigen Versandkarton

1-wellig oder 2-wellig? So findest du den richtigen Versandkarton

Ein Karton ist ein Karton? Nicht ganz. Spätestens bei der Auswahl eines Versandkartons begegnen dir Begriffe wie 1-wellig, 2-wellig, B-Welle oder BC-Welle. Doch welche Variante brauchst du für deine Produkte?

Die richtige Kartonqualität ist wichtig, damit deine Ware sicher beim Empfänger ankommt. Gleichzeitig muss es nicht immer die stärkste und schwerste Verpackung sein. Wir erklären dir, worin sich 1-wellige und 2-wellige Kartons unterscheiden und worauf du bei der Auswahl achten solltest.

Was bedeutet eigentlich „Welle“?

Wellpappe besteht aus mehreren Papierlagen. Zwischen glatten Papierbahnen befindet sich mindestens eine gewellte Papierbahn. Diese Konstruktion sorgt dafür, dass Wellpappe trotz ihres vergleichsweise geringen Eigengewichts stabil ist und Stöße abfedern kann.

Bei 1-welliger Wellpappe gibt es eine gewellte Papierbahn. Bei 2-welliger Wellpappe werden zwei Wellen miteinander kombiniert.

Vereinfacht gesagt:

1-wellig = leichter und für viele alltägliche Versandaufgaben geeignet
2-wellig = robuster und besonders für schwerere oder anspruchsvollere Versandgüter geeignet

Welche Variante die richtige ist, hängt allerdings nicht allein vom Gewicht deines Produkts ab.

Wann reicht ein 1-welliger Karton?

1-wellige Versandkartons sind echte Allrounder. Für viele typische E-Commerce-Sendungen bieten sie ein gutes Verhältnis aus Stabilität, Gewicht und Materialeinsatz.

Sie eignen sich beispielsweise für:

  • Textilien und Schuhe
  • kleinere Haushaltswaren
  • Kosmetikprodukte
  • leichte Ersatzteile
  • Bücher und andere kompakte Waren
  • viele klassische Onlinehandelsprodukte

Besonders sinnvoll ist ein 1-welliger Karton, wenn dein Produkt relativ leicht und unempfindlich ist und der Karton während des Versands keiner außergewöhnlich hohen Belastung ausgesetzt wird.

Ein weiterer Vorteil: Du verwendest nicht mehr Verpackungsmaterial als notwendig. Denn für ein leichtes Produkt einen deutlich stärker dimensionierten Karton einzusetzen, bringt nicht automatisch einen Vorteil.

Wann solltest du einen 2-welligen Karton wählen?

2-wellige Kartons verfügen über zwei Wellenlagen und sind dadurch in der Regel belastbarer als vergleichbare 1-wellige Varianten.

Sie kommen besonders dann ins Spiel, wenn das Versandgut schwerer ist oder die Verpackung während Transport und Lagerung höheren Belastungen standhalten muss.

Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise:

  • schwere Waren
  • Maschinen- und Metallteile
  • größere Elektrogeräte
  • mehrere Produkte in einem Paket
  • empfindliche oder hochwertige Waren
  • längere oder anspruchsvolle Transportwege

Auch wenn Kartons gestapelt werden, kann eine höhere Stabilität wichtig sein. Denn dann muss der unterste Karton nicht nur seinen eigenen Inhalt tragen, sondern zusätzlich den Druck der darüberliegenden Verpackungen aushalten.

Das Gewicht allein entscheidet nicht

Ein häufiger Fehler bei der Kartonauswahl ist, nur auf das Produktgewicht zu schauen.

Stell dir zwei Produkte mit demselben Gewicht vor: einen großen Pullover und ein kleines Metallbauteil. Beide können beispielsweise 2 kg wiegen – stellen aber völlig unterschiedliche Anforderungen an ihre Verpackung.

Das Metallteil konzentriert sein Gewicht auf eine kleine Fläche und kann die Kartonwand bei Stößen oder Bewegungen deutlich stärker belasten. Ein weiches Textil verteilt die Belastung dagegen anders und ist selbst weniger empfindlich.

Deshalb solltest du bei der Auswahl mehrere Faktoren berücksichtigen:

Gewicht: Wie schwer ist der gesamte Inhalt?

Größe: Wie groß ist das Produkt im Verhältnis zum Karton?

Empfindlichkeit: Kann die Ware durch Druck, Stöße oder Bewegung beschädigt werden?

Gewichtsverteilung: Liegt das Gewicht gleichmäßig auf oder entstehen einzelne starke Belastungspunkte?

Transportweg: Wird das Paket nur kurz transportiert oder durchläuft es viele Stationen?

Stapeldruck: Werden die Kartons im Lager oder auf Paletten übereinandergestapelt?

B-Welle, C-Welle, BC-Welle – was steckt dahinter?

Neben der Anzahl der Wellen findest du bei Kartons häufig Bezeichnungen wie B-Welle, C-Welle oder BC-Welle.

Diese Buchstaben beschreiben unterschiedliche Wellenarten beziehungsweise bei mehrwelliger Wellpappe deren Kombination. Die Wellen unterscheiden sich unter anderem in ihrer Höhe und Teilung und damit auch in ihren Eigenschaften.

Eine B-Welle ist beispielsweise relativ flach und wird häufig bei Versand- und Produktverpackungen eingesetzt.

Bei einer BC-Welle werden dagegen B- und C-Welle miteinander kombiniert. Dadurch entsteht eine robuste 2-wellige Wellpappe, die sich besonders für höhere Belastungen eignet.

Die Wellenbezeichnung allein sagt allerdings noch nicht alles über die Belastbarkeit eines Kartons aus. Auch die verwendeten Papiere, deren Grammaturen und die gesamte Konstruktion beeinflussen die Stabilität.

Nicht automatisch „je stärker, desto besser“

Es kann verlockend sein, vorsichtshalber immer zur stabilsten Variante zu greifen. Das ist jedoch nicht unbedingt die beste Lösung.

Ein überdimensionierter Karton kann mehr Material verbrauchen, schwerer sein und mehr Lagerplatz beanspruchen, ohne dass dein Produkt diesen zusätzlichen Schutz tatsächlich benötigt.

Umgekehrt solltest du bei einem schweren oder empfindlichen Produkt nicht an der Kartonqualität sparen. Ein beschädigtes Produkt verursacht schließlich deutlich mehr Aufwand als die passende Verpackung.

Das Ziel lautet deshalb nicht maximale Stabilität, sondern die passende Stabilität für deinen konkreten Anwendungsfall.

Auch die richtige Kartongröße zählt

Neben der Qualität spielt die Größe des Versandkartons eine entscheidende Rolle.

Ist der Karton deutlich größer als dein Produkt, entsteht viel Leerraum. Dadurch benötigst du mehr Füllmaterial und die Ware kann sich während des Transports stärker bewegen.

Ist der Karton dagegen zu klein, kann das Produkt gegen die Kartonwände drücken und die Verpackung unnötig belasten.

Ideal ist deshalb eine Kartongröße, die ausreichend Platz für das Produkt und gegebenenfalls notwendiges Polstermaterial bietet, aber unnötigen Leerraum vermeidet.

1-wellig oder 2-wellig? Eine einfache Orientierung

Als Faustregel kannst du dir merken:

Leichte und weniger empfindliche Produkte → häufig reicht 1-wellig.

Schwere, empfindliche oder stark beanspruchte Produkte → eher 2-wellig.

Eine pauschale Gewichtsgrenze gibt es jedoch nicht. Entscheidend ist immer die Kombination aus Produkt, Kartonqualität, Abmessungen und den Belastungen auf dem Transportweg.

Wenn du regelmäßig größere Mengen verschickst, lohnt es sich deshalb, verschiedene Kartonqualitäten unter realistischen Bedingungen zu testen.

Der passende Karton für deinen Versand

Ob 1-wellig oder 2-wellig: Der richtige Versandkarton schützt deine Produkte zuverlässig, ohne unnötig Material einzusetzen.

Bei Packando findest du Versandkartons in unterschiedlichen Größen, Ausführungen und Qualitäten – vom klassischen 1-welligen Karton für den täglichen Paketversand bis zur stabilen 2-welligen Lösung für anspruchsvollere Versandgüter.

Du bist dir nicht sicher, welcher Karton zu deinem Produkt passt? Sprich uns gerne an. Gemeinsam finden wir eine Verpackungslösung, die zu deinem Versandgut und deinen Anforderungen passt.

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